Darwin – das Tor nach Asien

Bevor es in den Norden Australiens geht, möchte ich noch zwei Schnappschüsse vom Abreisetag in Brisbane mit euch teilen:

Darwin hat uns gestern mit tropischen Temperaturen empfangen – es ist echt heiß (gestern an die 37°C) und vor allem schwül (80% Luftfeuchtigkeit) !! Wir haben gestern gar nicht zu schwitzen aufgehört 😅. Vor allem weil wir noch kein Auto hatten, Taxis hier sehr rar sind und wir somit alles zu Fuß erledigt haben.

Mittlerweile hat sich die Situation verändert. An die Hitze haben wir uns besser gewöhnt und wir haben heute unser Auto abgeholt. Somit sind wir nun mobil – jippie 🤠. Dieses Emoji trifft meinen derzeitigen Look sehr gut. Ich bin nämlich immer mit meinem Aussie-Hut unterwegs. Na ja, bei dieser Hitze muss man den Kopf ja schützen und sich gleich ein bisschen an die Einheimischen anpassen. Hier schert sich auch niemand um den Kleidungsstil – alles ist erlaubt, keiner wird blöd angeschaut, in den Restaurants ergibt das ein bunt gemischtes Bild. Die Australier sehen das alles sehr gelassen.

Darwin – die nördlichste Großstadt – hat uns positiv überrascht. Die Stadt wirkt zwar etwas verschlafen, aber aufstrebend und relativ sauber. Hier sind ganz viele Nationalitäten vertreten, die sich im Laufe der Geschichte (beginnend mit dem Goldrausch) angesiedelt haben. Das schlägt sich in der kulinarischen Vielfalt nieder, die hier angeboten wird. Obwohl die Stadt am Meer liegt und es warm ist, geht niemand ins Wasser. Sehr ungewöhnlich, aber nachvollziehbar. Es wird nämlich dringend davon abgeraten, weil es hier von Haien, Krokodilen und Quallen nur so wimmelt. Also da verzichtet man gerne und schwitzt weiter 😉.

Die Stadt wurde in der Vergangenheit von Zyklonen heimgesucht und immer fast völlig zerstört. Deswegen gibt es auch so gut wie keine alten Gebäude, aber man hat versucht, diese teilweise naturgetreu wieder aufzubauen.

Morgen verabschieden wir uns nun gänzlich vom Luxus und brechen mit unserem Offroad-Auto (Fotos folgen demnächst) auf. Leider können wir die gewünschte Route nicht fahren. Die Wetterbedingungen lassen es nicht zu. Die Gibb-River Road – eine Offroad Strecke – ist wegen Überflutungen noch gesperrt. Die Alternative – der Great Northern Highway – ist derzeit auch unterbrochen. Eine interimistische Überfahrt an einer engeren Stelle, musste wieder gesperrt werden.

Die Brücke über den Fitzroy River, die im Februar zerstört wurde, war Teil der einzigen Verbindung von Darwin (Northern Territory) nach Broome (Westaustralien). Der Wasserstand des Fitzroy Rivers ist damals um 23 Meter (!) gestiegen. Das müssen echt gewaltige Wassermassen gewesen sein, kein Wunder, dass die Brücke hier nicht standgehalten hat. Noch verwunderlicher ist die Tatsache, dass es echt die EINZIGE Straße ist, die diese Regionen verbindet. Das wäre entfernungsmäßig ungefähr so, als ob zwischen Wien und Barcelona nur eine einzige Straßenverbindung bestehen würde. Und wenn die unterbrochen ist, kommt man dort nicht hin oder muss tausende Kilometer Umweg in Kauf nehmen. Unvorstellbar!!!

Das heißt unsere Flexibilität wird auf die Probe gestellt. Morgen starten wir los und werden mal unser Auto testen! Ich hoffe ich kann euch bald davon berichten. Also nach der Probefahrt könnt ihr wieder einsteigen und euch chauffieren lassen – versprochen.

In diesem Sinne … Kia Orana

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